Chamäleon im Kopf – Team Kunst des AK Integration gestartet


So stell ich mir Gemeinde vor! Dem anderen zuhören, verschiedene Standpunkte akzeptieren und gemeinsam etwas bewegen und zusammenarbeiten! So ähnlich hatte das eine Teilnehmerin im AK Integration von WERDEN HILFT! mal auf den Punkt gebracht.

Die Vielfältigkeit ist eine große Stärke von Werdens neuem „Sozialen Netzwerk“. Die verschiedenen Arbeitskreise kanalisieren diese Vielfältigkeit in faszinierende Ideen zu unterschiedlichsten Themen rund um die geplante Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) auf dem ehemaligen Kutel-Gelände. Neben wichtiger materieller Hilfe (zum Beispiel im AK Warenhaus) stehen auch integrative Angebote auf der langen Liste der geplanten Aktivitäten bei WERDEN HILFT!. Viele dieser Aktivitäten werden gerade im AK Integration angeschoben. Hier wird jetzt schon überlegt, wie diese unter den strengen Auflagen eines Flüchtlingsheims in Deutschland und der besonderen psychologischen Situation sowie kurzen Aufenthaltsdauern der Flüchtlinge realisierbar sind.

Um konkrete Lösungen zu entwickeln haben sich im AK Integration mehrere Projekt-Teams gebildet. Eines davon, nämlich das Team Kunst unter Moderation von Theo Giebels hatte gestern sein erstes Treffen.

In den Räumen der Ludgerus-Gemeinde im alten Kern der Werdener Altstadt fand das Treffen des Teams statt. Wie alle Werdener Kirchen hat die Gemeinde frühzeitig den Kontakt zu den Organisatoren von WERDEN HILFT! gesucht. Die Räume bieten wunderbare Möglichkeiten für das konzentrierte gemeinsame Arbeiten.

Auch wenn WERDEN HILFT! im Grunde ein gemeinsames Ziel verfolgt, jeder Arbeitskreis hat eine ganz eigene Seele. Das gilt auch für das Team Kunst, welches seine Aufgabe darin sieht, das Motto „Kunst verbindet“ in verschiedensten Formen an der EAE zu ermöglichen. Kunst verbindet auch dieses Team.

Siebzehn Team-Mitglieder zählt Theo Giebels, der die Runde gemeinsam mit seiner Frau Heide moderiert. Die Mitglieder kommen größtenteils aus Werden – aber auch aus anderen Stadtteilen, sogar Schönebeck- repräsentieren alle Altersgruppen und in der Vorstellungsrunde berichtet jeder von seinem Bezug zur Kunst. Dabei geht es um „Kunstwerke“, die in einem Kreis auf dem Boden liegen.

Es wächst die Vision eines Kunst-Ateliers im Flüchtlingsheim: eine Ort an dem die Menschen, die zu uns kommen die Erlebnisse Ihrer Odyssey künstlerisch verarbeiten könnten, selbst etwas mit Ihren Händen erschaffen können. Sei es mit Pinsel und Farbe, Papierschnipseln oder fotografisch und am Computer, jeder möchte seinen Teil beisteuern.

Und so entstehen erste Ansätze und der Wille in regelmäßigen Treffen Konzepte zu entwickeln und zu verfeinern. Am Ende fertigen die Teilnehmer noch selbst ein paar kleine Kunstwerke an. Aber da geht es schon gar nicht mehr um Flüchtlingshilfe, wie immer zum Ende von WERDEN HILFT!-Veranstaltungen, sondern um die Gemeinschaft.

Ein tolles Team!

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