Mit der dringenden Bitte um Beachtung!


Mit der dringenden Bitte um Beachtung!

Der Leiter der Flüchtlingseinrichtung am Volkswald hat mich gestern schriftlich gebeten, den Helfer- und Unterstützerkreis rund um „Werden hilft“ darüber zu informieren, dass KEINERLEI Kleiderspenden mehr vor Ort angenommen werden, wenn sie nicht ausdrücklich per Bedarfsliste durch ehc bei den Ansprechpartnern des AK Warenhaus/Kleiderkammer angefragt wurden und über diese gebracht werden!
Auszugsweise zitiert aus dem Schreiben von Hrn. Figlus:
„(….) In den letzten Tagen und Wochen kam es vermehrt vor, dass einzelne ehrenamtliche Helfer mitten auf dem Zeltplatz oder direkt aus dem Auto heraus Kleidung verteilt haben (diese habe ich auch persönlich angesprochen, allerdings gab es da teils keine Einsicht und die Sachen wurden dann doch noch schnell hinter meinem Rücken verteilt). Leider bekommen dadurch fast immer dieselben Flüchtlinge weitere Kleidungsstücke, und die, welche noch Kleidung benötigen, bleiben außen vor. (……) Meine Bitte ist daher, in Ihrem Verein zu kommunizieren, dass wir ab sofort keine Kleidung mehr hier aufnehmen werden. Erst wenn ein koordiniertes und faires Verteilen möglich ist, wird das wieder aufgenommen. In Anbetracht dieser Tatsachen hoffe ich, dass wir zeitnah eine unkomplizierte Lösung finden werden. (….)“
Ich werde in den nächsten Tagen ein Abstimmungsgespräch mit der Einrichtungsleitung führen, wie wir gemeinsam vorgehen wollen.
Fakt ist aber, dass wir nach wie vor keine Räumlichkeiten finden konnten, die sich als Lager- und Sortierfläche sowie Ausgabestelle von Kleider- und Sachspenden für ALLE Flüchtlinge (Volkswald, EAE, LVR-Klinik) dienen sollen….wir haben Optionen und freundliche Angebote hinsichtlich reiner Lagerflächen, aber leider bisher trotz grosser und ständiger Bemühungen (an dieser Stelle ein Riesendank an alle treuen Untersützer/innen, Helfer/innen, Spender/innen!) kein Objekt, das umfassend für alle notwendigen Zwecke geeignet ist.
Das bedeutet, dass wir aktuell alle Spenden in privaten Räumen eingelagert haben und nur noch diese bedarfsgerecht (in Abstimmung) mit ehc ausgeben werden. Weitere Spendensammlungen sind in grossem Umfang mangels Flächen und hinreichender Logistik nicht möglich.
Dass dies zu Lasten der Flüchtlinge geht und insbesondere die demnächst hier in der EAE und LVR-Klinik untergebrachten Menschen völlig unterversorgt sein werden, dürfte jedem bewusst sein, der Kenntnis davon hat, welche Ausstattung durch die Einrichtungen vorgehalten wird und mit wie wenig die Flüchtlinge hier ankommen.
Dabei geht es nicht um Dinge, die „nice to have“ sind, sondern grundlegendste Ausstattung wie Socken, warme Schuhe, Handtücher, Unterwäsche, Hosen, Winterjacken, Pullover, Taschen etc….
Dass insofern Einzelne ungezielt Spenden sammeln und in den Einrichtungen abgeben wollen, ist absolut nachvollziebar, aber ebenso nachvollziehbar ist, dass dies auf Dauer weder von den Einrichtungsleitungen geduldet wird (siehe Schreiben von Hrn. Figlus oben) noch ist es hinreichend oder sinnvoll, als die Spenden ggfs. nicht nach Bedürftigkeit verteilt werden.
Wir können aktuell nur weiter nach einer Kleiderkammer-Fläche suchen; zwischenzeitlich das verteilen, was wir schon haben und im Übrigen versuchen, konkrete Bedarfe gezielt in Abstimmung mit ehc zu decken

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