Newsletter Dezember


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Das Wichtigste zuerst: Unser nächstes Treffen findet am Montag, den 15.12., um 20.00 Uhr wieder in den Domstuben statt! Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen und freuen uns über Alle, die beim letzten Mal dabei waren und noch ganz viele weitere Interessierte!

Newsletter 01

Liebe Mitreiter_innen
Lassen Sie uns Fazit ziehen nach einem ersten  Monat der gemeinsamen Anstrengungen für eine erfolgreiche Flüchtlingshilfe in Werden am Standort Overhammshof: 
Ein paar wichtige Schritte in die richtige Richtung wurden getan. Nun geht es um die Verfeinerung des Sinn und Zweckes unseres Tuns.
Flüchtlingen helfen zu wollen ist gut, aber konkrete Ideen sind besser und nach den ersten Erkenntnissen der einzige Weg, tatsächlich Hilfe zu leisten.
Deshalb möchtenwir in diesem Newsletter einen ersten kurzen Überblick zu unseren derzeitigen Aktivitäten geben. Am 15.12. möchten wir bei unserem Dezembertreffen gemeinsam mit den Mitarbeitern Peter Renzels (Sozialdezernat Stadt Essen), die unsere Gäste sein werden, die Gelegenheit geben, einige erste offene Fragen zum Flüchtlingsheim zu beantworten und Informationen zum aktuellen Stand der Planungen zu geben.

Daraus resultierend möchten wir dann zu aktuellen Themen zur Beteiligung an Arbeitskreisen und weiterer Mitarbeit im Verein aufrufen.

Nun viel Freude mit dem Newsletter, für Euch geschrieben von Rhena, Uwe, Stefan, Andreas und Sebastian. 


Inhalt


Was ist „Werden hilft!“?
Der Lokalkompass bringt es auf den Punkt: Das Gebot der Nächstenliebe schweisst die unterschiedlichsten Persönlichkeiten zusammen, die den Wunsch haben, Menschen in Not zu helfen. Werden hilft! Ist eine Initiative von uns Werdenern, die zum Ziel hat, den Flüchtlingen, die ab 2015 zu uns kommen werden, den Aufenthalt bei uns so angenehm wie möglich zu gestalten und sie mit konkreten, pragmatischen Hilfsangeboten zu unterstützen. 
Status quo Kutel
Der erste Bauzaun steht und Container sind aufgestellt am Overhammshof in Fischlaken. Das große Gebäude des ehemaligen Vorzeigemilchbetriebs „Kutel“ ist abgesperrt und nicht mehr ohne Weiteres zu erreichen. Der Anfang ist also gemacht. Über den Fortgang der Bauarbeiten werden wir berichten.


Foto: Uwe KleinIm Downloadbereich unserer Website stellen wir die aktuelle Ratsvorlage zur Verfügung.
 
Rückblick zum ersten Treffen

Rund 70 Menschen trafen sich am Abend des 17.11.2014  in den Werdener Domstuben, darunter auch Politiker der Bezirksvertretung IX  und Mitglieder von Pro Asyl.


Foto Andreas Brinck

Eingeladen zu der so genannten  Kick-Off-Veranstaltung hatte Andreas Brinck, Initiator des „Werdener  Flüchtlings-Patenschafts-Netzwerks“. Die vielen Unterstützer der Idee,  den Flüchtlingen zu helfen und sie willkommen zu heißen, äußerten in der  sehr angenehmen Atmosphäre ihre ersten Ideen. Im Herbst 2015 soll das  neue Übergangsheim für etwa 800 Flüchtlinge nach dem Willen der  Landesregierung auf dem ehemaligen Kutel-Gelände am Overmannshof seinen  Betrieb aufnehmen. Sehr eindrucksvoll schilderte Najibulla Ahmadsadah, Mitglied der Bezirksvertretung IX, seine persönlichen ersten  Erfahrungen, die er als Asylsuchender in Deutschland gemacht hat und gab  wertvolle Hinweise. 
Sämtliche ortsansässigen Medien  waren anwesend und berichteten überaus positiv über die Idee und das große Interesse der Menschen. Oft fiel an diesem Abend das Wort Willkommenskultur. Die ersten Schritte sind getan

Rückblick Werdener Weihnachtsmarkt
Kurzrückblick auf unsere Weihnachtsmarktaktion: Wir haben in der adventlichen Stimmung des Werdener Weihnachtsmarktes aktiv das Gespräch mit den Werdenern gesucht. Dies gelang zum Teil ganz gut. Oft war unser Projekt bereits bekannt und gut in Erinnerung geblieben. Auffälig ist, dass es neben den Befürwortern zwei weitere Gruppierungen in Werden gibt: die Gegner und die Unwissenden. Den Gegnern fehlt zum Teil jedes Verständnis dafür, dass Flüchtlinge überhaupt nach Deutschland kommen. Viele befürworten eine Lösung der Probleme „vor Ort“, fragt man aber konkreter nach, wie dies geschehen soll, fehlen dieAntworten. Mit Flüchtlingen und Zuwanderern verbinden die meisten in dieser Gruppe Kriminalität und bizarrerweise Unmenschlichkeit („Ich finde es ganz schlimm, wenn die Menschen da so zusammengepfercht werden“), die sie in Ihrem Stadtteil nicht haben möchten. Bei vielen wird ganz deutlich, dass die eigene Ruhe und Bequemlichkeit wichtiger sind, als die Nächstenliebe gegenüber Fremden.
Die Unwissenden sind diejenigen, denen noch nicht bekannt ist, dass wir in Werden eine Aufnahme für Flüchtlinge erhalten. Diese Menschen stehen unserem Projekt aber nachdem sie weitere Infos erhalten, meistens freundlich gegenüber.
Rückblick zum Gespräch mit der Stadt Essen
Am Montag, den 8. Dezember fand ein erstes konstruktives Treffen mit dem Sozialdezernenten der Stadt Essen, Herrn Renzel, und leitenden Mitarbeitern im Rathaus der Stadt Essen statt.
Neben einem ersten Kennenlernen standen bereits konkrete Themen auf der Agenda:
  1. genaue Daten zum Flüchtlingsheim und Bereitstellung valider aktueller Informationen,
  2. Überlegungen, Räume und eine Lagerfläche für konkrete Hilfe am Gelände Overhammshof zu erhalten,
  3. Schnittstellen für Zusammenarbeit.
Wir sind sehr freundlich und interessiert aufgenommen worden; offenkundig und fast ein wenig überraschend war, dass seitens der Stadt ein gemeinsames, abgestimmtes Vorgehen erwünscht ist und die Möglichkeit in Aussicht gestellt wurde, in den Planungsprozess einbezogen zu werden.
Leider kann Hr. Renzel unserer Einladung zu unserem Treffen am 15.12. nicht folgen, aber zwei leitende Mitarbeiter des Amtes für Soziales und Wohnen werden kommen und über die aktuellen Planungen informieren.
 
 
Unsere Kommunikationsstruktur
Seit dem ersten Treffen wurde eine Kommunikationsinfrastruktur aufgesetzt. Neben der internen  Facebook-Gruppe für Helfer gibt es eine Infoseite bei Facebook sowie eine Website, die unter www.werdenhilft.de und www.werdenhilft.org erreichbar ist. Hier werden alle Informationen zu unseren Aktivitäten zusammengetragen. Auf der Website gibt es außerdem die Möglichkeit sich zum Newsletter anmelden. Bisher gab es über 80 Anmeldungen. Bitte verbreiten sie diese Informationsmöglichkeiten aktiv.
An dieser Stelle noch einmal die Bitte, Ihre persönlichen Daten zu editieren und ggf. konkrete Hilfsangebote in unsere Datenbank einzutragen. Dies können sie 
hier tun. zurück zum Inhalt
Kooperationen
Wir sind stärker, wenn wir die Kräfte bündeln und alle an einem Strick ziehen. Deshalb versuchen wir Netzwerke mit anderen Organisationen zu knüpfen. So gibt es bereits Austausch mit Pro Asyl und „Wilkommen in Essen“ (Flüchtlingsunterkunft am Optipark). Außerdem die Bereitschaft der katholischen Gemeinde St. Kamillus Heidhausen und Fischlaken, die Aktivitäten über uns zu bündeln. Über die Stadt wird derzeit ein runder Tisch für unser Anliegen eingefordert. Wir freuen uns über weitere Kooperationen.
Gründung eines e.V.
Die Gründung eines Vereins „Werden hilft“, der Gemeinnützigkeitsstatus haben soll, ist in Planung.
Damit geben wir der entstandenen Initiative einen idealerweise identitätsstiftenden Rahmen, der ermöglicht, unsere zukünftigen Aktivitäten verantwortlich zu strukturieren. Wir werden als seriöser Ansprechpartner unter einem Namen tätig und wahrgenommen und haben die Möglichkeit,  Spenden zu sammeln.
Ziel ist, Bürger/innen und Unternehmen als Mitglieder für „Werden hilft e.V.“ zu gewinnen und ein Zeichen für tatkräftige Menschlichkeit und praktizierte Nächstenliebe zu setzen.
Der Entwurf der Satzung steht bereits und wird derzeit geprüft. Die Gründung und die nachfolgende Eintragung in das Vereinsregister sollen dann kurzfristig erfolgen. Danach kann jede/r Mitglied werden und wir hoffen auf große Bereitschaft!
 
In  der Satzung des derzeit geplanten gemeinnützigen Vereins werden  explizit drei große Bereiche des Engagaments benannt:
  1. praktische  Unterstützung für Flüchtlinge und Asylanten in der Aufnahmeeinrichtung  am Standort Overhammshof (bzw. Gelände des ehemaligen  Kutel-Betriebshofs),
  2. Aufnahme und Integration der Flüchtlinge und  Asylanten in unsere Gemeinschaft und
  3. Information für die Bewohner in  Werden und Umgebungkommunizieren.
Was macht „Werden hilft e.V.“?
    
 Sinn und Zweck von „Werden hilft“ soll sein:   
      
a) praktische Unterstützung für Flüchtlinge und Asylanten in der Aufnahmeeinrichtung am Standort Overhammshof -„Kutel“- in Essen zu erbringen:
  • Menschen auf Augenhöhe willkommen zu heißen, welche ihre Heimat  notgedrungen verlassen haben und sich nun in einem für sie fremden Land zurecht finden müssen.            
  • Aufbau und Betrieb einer warenhausähnlichen Einrichtung, wo Sachspenden wie insbesondere Kleider, Schuhe, Spielwaren, Büchern, Schulmaterial o.ä unentgeltlich entgegengenommen werden, aufbewahrt werden und unentgeltlich an Flüchtlinge weitergegeben werden.
  • Sprachangebote: Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache, Hilfe beim Übersetzen von Texten, Dolmetschen.
  • Nachhilfe für Schüler und Schülerinnen
b) Flüchtlinge mit Nächstenliebe in unsere Gemeinschaft zu integrieren und die Menschen bei uns aufzunehmen:
  • Übernahme von Patenschaften im Rahmen individueller persönlicher Kontakte für Hilfe bei Lebensfragen und -angelegenheiten jeglicher Art, wie z.B. Beruf, Wohnung, Familie, Bewältigung von Ängsten, Konflikten und Sprachproblemen, Rückkehr ins Heimatland.
  • Gemeinsame  Unternehmungen wie z.B. Sport, Tanzen, Kochen, Kunst, Musik,  kulturellem Austausch, Begegnung von Kindern und Jugendlichen, um  das Einleben in Essen/Deutschland zu erleichtern, die neue Umgebung und ihre Menschen kennenzulernen und um Freunde zu gewinnen.
  • Die Wertschätzung und das Verständnis für die Belange sowohl der neu angekommenen und als auch der bereits in Werden und Umgebung lebenden Menschen untereinander in beide Richtungen gemeinschaftlich zu verbessern.
c) sachliche und objektive Information für die Bewohner in Werden und Umgebung zu erarbeiten und bereit stellen:
  • Öffentlichkeitsarbeit mit grundlegenden und aktuellen Themen, um auf die unterschiedlichen Notsituationen von o.g. Flüchtlingen und Asylanten aufmerksam zu machen, das Verständnis und die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung zu fördern und um Fremdenhass entgegen zu wirken.
Für o.g. Aktivitäten wird es verschiedene Arbeitsgruppen geben, die an einem speziellen Thema wie z.B. Warenhaus, Deutschunterricht oder Spenden arbeiten. In der Adressenliste haben die meisten Teilnehmer des ersten Treffens bereits mitgeteilt, wo sie gerne helfen möchten. Natürlich müssen wir uns alle daran orientieren, was erforderlich ist, aber es Ziel ist es auch, die individuellen Fähigkeiten von uns zu nutzen.
Wichtig: Die genaue Struktur und Aufgaben der Arbeitsgruppen wollen wir dem Konzept des Betreibers und den Maßgaben der Stadt Essen anpassen bzw. mitbeiden abstimmen. Von den 800 Bewohnern werden 300 voraussichtlich nur kurze Zeit in Essen bleiben. So macht es z.B. keinen Sinn ein Frauencafé aufzubauen, wenn der Betreiber auch eines errichtet usw.. Wir stehen daher schon jetzt in Kontakt mit der Stadt Essen, aber es wird noch ein paar Wochen/Monate dauern, bis sich ein konkretes Bild des „Kutel ergeben hat.
Kurz gesagt: Wir bitten noch um etwas Geduld, lauft nicht weg…. Eure Hilfe wird gebraucht.
 

Wir wünschen allen, die am 15.12. nicht zu unserem Treffen kommen können

Schöne Weihnachtstage und Alles Gute für 2015!

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