Wir trauern um Mohsen Mirzaii


Am Mittwoch, den 20.07.2016, ist Mohsen Mirzaii, ein junger Mann aus dem Iran, in der Ruhr ertrunken. Auch Wiederbelebungsmaßnahmen konnten ihn letztlich nicht mehr retten. Er ist in der Nacht im Uniklinikum verstorben.

Der Leiter des Camps hat die Familie des Verstorbenen informiert und kümmert sich um den Rücktransport des Verstorbenen in den Iran.
Freunde aus dem Camp mussten mit ansehen, wie ihr Freund ertrunken ist. Für uns sehr schockierend ist, dass ihr Rufen um Hilfe weder vorbeifahrende Boote noch die am Ufer grillenden und Sonne genießenden Menschen animiert hat, zu Hilfe zu kommen.Das hat die Männer, die selbst nicht schwimmen konnten, zutiefst mitgenommen. Auch uns lässt die Situation innehalten. Der junge Mann ist aus dem Iran geflohen, um dem Tod zu entgehen. Er und seine Familie haben sich hier eine Lebensperspektive für ihn in Frieden und Freiheit erhofft. Was gibt es dann Schlimmeres, als ihn seiner Familie jetzt als Toten zurück zu bringen.
Dieses Ereignis sollte uns alle wach rütteln! Wir können für den Verstorbenen nichts mehr tun, als an ihn zu denken und zu hoffen, dass ihm durch den Tod möglicherweise ein schlimmeres Leid erspart geblieben ist. Wir trauern mit seiner Familie um ihn. Ihr gilt unser tiefes Mitgefühl.
Im Namen der Mitglieder des „Runden Tisch Werden“ und von Werden hilft
 Ulla Lötzer und Christiane Gregor
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Ehrenamtlich Engagierte und Interessierte Bürger  beteiligten sich an einer gemeinsamen Trauerfeier am Donnerstag, den 21.07,2016,  im Camp Volkswald . Es wurde eine kleine Trauerecke mit dem Bild des Verstorbenen, Kerzen und Blumen eingerichtet.


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